Katastrophenschutz (KatS)

Das DRK-Meckesheim/Mauer leistet auch im behördlichen Bevölkerungsschutz einen wichtigen Beitrag zur Vorsorge für all die Schadensereignisse, die durch den regulären Rettungsdienst nicht mehr bewältigt werden können.

Klaus Happel

stv. Vorsitzende des Ortsvereins

Leopoldstraße 1
74909 Meckesheim

k(at)happel1.de

In insgesamt fünf sogenannten Einsatzeinheiten werden rund 300 Helferinnen und Helfer für diese besonderen Aufgaben geschult und vorbereitet. Die Bereiche Sanitätsdienst, Verpflegungsdienst und Unterkunftsdienst sind dabei wichtige Eckpfeiler.

Unterstützt von Bund und Land steht in jeder Einsatzeinheit eine ganze Fahrzeugflotte mit Spezialfahrzeugen zur Verfügung. Darüber hinaus wird eine umfangreiche Palette an Ausstattung vorgehalten.

Unsere Bereitschaft stellt ein Teil der Dritten Einsatzeinheit im Rhein-Neckar-Kreis. Die Einsatzeinheit unterteilt sich in einzelne Leistungsmodule, die sogenannten Schnelle Einsatz Gruppe (SEG), die auch unabhängig voneinander alarmiert werden können.

SEG-Erstversorgung

Aufgaben:

  • führt dringend benötigtes Material wie Tragen, Decken, Infusionen, Sauerstoffgeräte, Verbandstoffe usw. an die Einsatzstelle und unterstützt die Notärzte und das Rettungsdienstpersonal - soweit notwendig - bei der Versorgung der Verletzten (Herstellen und Aufrechterhaltung der Transportfähigkeit)
  • schafft je nach Notwendigkeit die erforderliche Infrastruktur an der Einsatzstelle durch Einrichten eines Verbandplatzes
  • sucht ggf. Verletzte und führt deren Erstversorgung durch
  • übernimmt erstversorgte Verletzte, z.B. von Verletztenablagen und bringt diese zum Verbandplatz
  • versorgt und betreut Verletzte und Kranke bis zu deren Abtransport in die Klinik
  • versorgt die leicht verletzten Betroffenen und sorgt so für eine Entlastung des Rettungsdienstes, der Notärzte und der Krankenhäuser
  • übernimmt die medizinische Versorgung kontaminierter Verletzter und führt die behelfsmäßige Dekontamination durch
  • nimmt unverletzte Betroffene in ihre Obhut und betreut ggf. bis zur Übergabe an die Betreuungsgruppe 
  • sorgt für die Registrierung und Dokumentation

Die Personalstärke und die Ausstattung der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit ist für die Versorgung von 20 Verletzten pro Stunde ausgelegt. In Zusammenarbeit mit einem Notarzt des Rettungsdienstes und zwei KTW-Besatzungen versorgen der Arzt und die neun Helfer der Sanitätsgruppe der Einsatzeinheit:

  • 2 - 3 schwerverletzte Personen (Behandlungspriorität mit anschließender Transportpriorität, u.a. Infusions- und Intubationstherapie) und
  • 4 - 5 mittelschwer verletzte Personen (Behandlungspriorität aber keine Transportpriorität) und
  • 12 leichtverletzte Personen (keine  Behandlungs- und Transportpriorität).

Bei einer großen Zahl verletzter Personen haben die sanitätsdienstlichen Aufgaben Vorrang. Daher werden alle Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheit zunächst sanitätsdienstlich tätig.

SEG-Transport

Die SEG-Transport ist der Erstversorgung angegliedert, kann aber auch bei Bedarf einzeln, zur Unterstützung bei Brandeinsätzen, Engpässen im Krankentransport oder Sanitätsdienstlicher Absicherung alarmiert werden.

Pro Krankentransportwagen Typ B (KTW-B) können bis zu zwei liegende Patienten transportiert werden.

SEG-Betreuung/ Logistik

Aufgaben:  

  • leistet den Betroffenen überall dort Hilfe, wo sie sich aufgrund der Situation aus eigenem Vermögen nicht selbst helfen können.
  • betreut und versorgt hilfebedürftige Menschen mit lebensnotwendigen Versorgungsgütern
  • sorgt für Verpflegung und vorläufige, vorübergehende Unterbringung von Betroffenen
  • sichert die sozialen Belange der Betroffenen
  • unterstützt die Erstversorgung mit Material und Geräten 

Die Betreuungsgruppe ist so ausgelegt, dass durch sie allein ca. 100 betreuungsbedürftige Personen versorgt und betreut werden können. Sind aufgrund des Schadensereignisses und der Situation an der Einsatzstelle überwiegend Betreuungsaufgaben zu erfüllen, werden diese von der gesamten Einsatzeinheit durchgeführt. Die gesamte Einsatzeinheit kann bis zu 500 Personen, je nach notwendiger Betreuungsintensität unterbringen, verpflegen und sozial betreuen.

Führungstrupp

Der Führungstrupp (Zugtrupp) führt die Einsatzeinheit sowohl bei Sanitäts- als auch bei Betreuungseinsätzen. Dem Führungstrupp gehören neben dem Zugführer (ZF) und seinem Stellvertreter (stv. ZF) ein Arzt und ein Führungshelfer für den Bereich der Kommunikation (Sprechfunk usw.) an. Zugführer und stellvertretender Zugführer sollten unterschiedliche Fachdienstausbildungen haben (z.B. Zugführer Betreuungsdienst, stv. Zugführer Sanitätsdienst).

Aufgaben:

  • stellt die Kommunikation und Kooperation mit der übergeordneten Führungsstelle und benachbarten Einheiten sicher, nimmt Einsatzaufträge entgegen und informiert über Lageentwicklung und Einsatzabwicklung
  • nimmt die Feststellung und Beurteilung der Lage im Einsatzbereich der Einsatzeinheit vor
  • regelt den sanitäts- und betreuungsdienstlichen Einsatz unter Beratung der Fach- und Führungskräfte
  • erteilt Aufträge an die Gruppen der Einsatzeinheit und kontrolliert die Durchführung
  • trägt Sorge für die Sicherheit im Einsatz mit Unterstützung der Fach- und Führungskräfte
  • trägt Sorge für die Verstärkung, Ergänzung und Ablösung der Einsatzeinheit bzw. von Teileinheiten

Bilder aus alten Zeiten